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Philippe Starck PDF Drucken E-Mail

* 18. Januar 1949 in Paris

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Philippe-Patrick Starck, geboren am 18. Januar 1949 in Paris, ist ein französischer Designer und einer der bekanntesten zeitgenössischen Vertreter des New Design Stils. Starcks vielseitige Entwürfe sind von Architektur bis Produktdesign in fast jedem Bereich zu finden.

Neben spektakulären Inneneinrichtungen entwirft er auch einfache Gebrauchsgegenstände. Hierzu gehören die berühmte Zitronenpresse "Juicy Salif", der Wasserkessel „Hot Bertaa“, ein Radiowecker für Telefunken, das Motorrad 6.5 von Aprilia, Armaturen und Brausenkollektionen für die führenden Hersteller der Branche, eine Schuhkollektion für den Sportartikelhersteller Puma, eine Computermaus sowohl für Links- als auch Rechtshänder für Microsoft und noch vieles mehr. Philippe Starck hat ebenso eine Kollektion für die Uhrenfirma Fossil entworfen.

Er spricht sich daher auch für die industrielle Produktion dieser Objekte aus, um dadurch einen günstigen Preis zu ermöglichen und eine breite Käuferschicht anzusprechen.

Nach eigener Aussage ist sein Designprinzip das Prinzip der Reduktion, oder „Ethik des Weglassens“, so vermeidet er jedes unnötige Dekor.

1965-1967 studiert er an der Ecole Nissim de Camondo in Paris. Ende der 1960er Jahre entwickelt Philippe Starck mit dem Designer Quasar aufblasbare Sitzobjekte und gründet mit erst 18 Jahren sein erstes eigenes Unternehmen.
1971 und 1972 ist Philippe Starck als Art Director bei Modemacher Pierre Cardin tätig. Ein Jahr später begibt er sich auf eine größere Weltreise, die in natürlich auch in die Vereinigten Staaten führt.
1976 gestaltet er die Inneneinrichtungen der Szene-Nachtclubs "La Main Bleue" in Montreuil sowie "Les Bains Douches" in Paris.
1980 gründet er sein eigenes Produktions- und Vertriebsunternehmen Starck Products.
1982 erhält Philippe Starck mit anderen Designern den Auftrag, die Privatwohnung von François Mitterand im Elysée Palast in Paris neu einzurichten.

1984 gestaltet er die Inneneinrichtung des Pariser Cafés Costes, wofür er auch den eleganten Stuhl "Costes" entwirft.

Eine wohl selbst mehrfach gemachte Erfahrung im Café Costes, in welchem die geschäftigen Kellner oftmals über die Stuhlbeine zu stolpern pflegten, inspiriert offensichtlich Philippe Starck dazu, die „Stolperfallen“ um ein Viertel zu reduzieren, den Stuhl also mit zwei Vorderbeinen und nur einem Standbein hinten zu konzipieren.

So entsteht auch der ebenfalls bekannte Dreibeiner, der Pratfall Stuhl.

Zahlreiche weitere internationale Aufträge für Innenausstattungen schließen sich an. 1988 wird Philippe Starck mit der Ausstattung des New Yorker Hotels Royalton beauftragt, 1990 folgt dort das Paramount-Hotel.

Als 2004 Philippe Starck für sein Lebenswerk der Lucky Strike Designer Award der Raymond Loewy Foundation verliehen wird, heißt es in der Begründung der Jury: "Philippe Starck ist der wohl merkwürdigste, eigenwilligste und aufregendste Designer der letzten zwanzig Jahre und gewiss auch der nächsten Jahrzehnte".

 

Es gibt kaum einen Lebensbereich, für den Philippe Starck keine Objekte gestaltet hat, und er gehört heute zu den einflussreichsten Designern der Gegenwart.
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