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Robert Mallet Stevens PDF Drucken E-Mail
* 24. März 1886 in Paris
† 8. Februar 1945 in Paris

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Robert Mallet-Stevens ist französischer Architekt und Designer. Zusammen mit Le Corbusier wird er als der einflussreichste Architekt der französischen Architektur in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen angesehen.

Robert Mallet-Stevens wird bereits in seiner Kindheit und Jugend geprägt durch seinen Vater und Großvater, die Kunstsammlungen in Paris und Brüssel betreiben.

Während seines Studiums an der „École Speciale d'Architecture“ in Paris verfasst er eine Schrift über die Beziehung zwischen den verschieden Kunststilen.

1924 gibt er das Magazin „La Gazette Des 7 Arts“ heraus und gründet zusammen mit dem italienischen Filmtheoretiker Ricciotto Canudo den „Club des amis du 7ème art“.

In den zwanziger Jahren entwirft und baut Robert Mallet-Stevens in Paris im 16. Arrondissement insgesamt sechs Häuser, nach dessen Name die Straße auch benannt ist, die Rue Mallet-Stevens.

Zusätzlich zu seinen vielen Entwürfen in Paris von Geschäften, Fabriken, einer Feuerwehrwache, Apartmenthäusern und Privathäusern sowie deren Inneneinrichtungen, ist Robert Mallet-Stevens einer der ersten Architekten, der sich auch für das Kino und den Film interessieren. Er entwirft Film Sets und sein Entwurf für Marcel L’Herbiers Stummfilm „L’Inhumanaine“ aus dem Jahre 1924 wird als wahres Meisterwerk beschrieben.

Der surrealistische Fotograf und Filmemacher Man Ray dreht einen Film, inspiriert von Mallet-Stevens Entwurf der „Villa Noailles“ mit dem Titel „Das Geheimniss von Chateau de Dé“.

In seiner Karriere arbeitet Robert Mallet-Stevens gerne im Team, zusammen mit Künstlern und Handwerkern, wie Innenarchitekten, Bildhauern, Glasern, Lichtspezialisten und Schmieden.

Mit nur 58 Jahren stirbt Robert Mallet-Stevens in Paris. Er ordnet an, dass seine Aufzeichnungen nach seinem Tod vernichtet werden und nachdem man seinem Wunsch entsprochen hat, gerät er in Vergessenheit. Im Jahre 2005 erinnert man sich wieder in einer französischen Ausstellung im Centre Pompidou seiner Werke.

Der Stapelstuhl aus dem Jahre 1930 ist einer seiner Bestseller.

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